Lebensräume

Leider genießen unsere Bienen in den letzten Jahren immer weniger Beachtung als sie eigentlich verdienen. Wo und wann unsere Bienen ihre Bestäubungstätigkeit zur Anwendung bringen, möchten wir Ihnen hier gerne zeigen.

Im März / April starten die Bienen unter anderem mit der Weide. Der in dieser Zeit geerntete Nektar wird vom Bienenvolk selbst nach der langen Winterzeit dringend benötigt um das Volk wieder fit für den Sommer zu machen.

Im April / Mai, wenn das Wetter und die klimatischen Verhältnisse mitspielen (>15°C mit hoher Luftfeuchte),  das Gras nicht so schnell wächst und die Wiesen noch nicht gemäht werden, erreicht der Löwenzahn mit seiner langen Wurzel noch Wasser. In dieser Zeit wird eifrig Löwenzahnnektar gesammelt.
Bleiben die Bedingungen lange genug aufrecht, können die Bienen genügend Nektar sammeln, dass eine eigene Löwenzahnhonigernte durchgeführt werden kann. Leider sind diese Bedingungen nicht jedes Jahr ausreichend, so dass Löwenzahnhonig nicht jedes Jahr in gleicher Menge geerntet werden kann. Bei entsprechender Witterung ist es auch nicht ungewöhnlich, wenn in einem Jahr gar keine spezielle Löwenzahnhonigernte stattfinden kann.

Bevor der Mai zu Ende ist kann es vorkommen, dass der Ahorn zu honigen beginnt. Honig der in dieser Zeit geerntet wird fällt generell dunkler aus. In dieser Zeit haben wir auch einige Bienenvölker in Rapsanbaugebiete umgezogen um dort die Rapsblüten zu bestäuben. Die Bestäubung der Blüten ist Voraussetzung dafür, dass der Raps Früchte bildet. Da Rapsbauer auf die Bestäubung angewiesen sind, sind diese auch bemüht den Bienen nicht zu schaden. Daher werden in der Blütephase keine Pestizide eingesetzt. Der Verzicht auf Pestizide ist auch ein sehr wichtiger Faktor in der Kontrolle und Vergabe der Bio-Siegel.

Die Rapsfelder auf denen unsere Bienen ihre Pflicht tun, grenzen an Bioackerbetriebe und sind weiträumig nur von pferdebewirtschafteten Flächen umgeben. Zu weiteren Ackerflächen bildet ein breiter Waldgrütel eine natürliche Grenze. So sind unsere Bienen weiträumig von Bio-Flächen umgeben.

Im Juni / Juli blüht dann je nach Standort und Wetter die Himbeere oder Linde. Auch die Fichtenwälder beginnen nun in der Regel zu honigen.

Im August bis Mitte September sind die meisten Pflanzen verblüht oder die entsprechenden Weiden gemäht, so dass unsere Bienen sich nur noch auf die Fichten und vereinzelten Tannen konzentrieren können. Dies wird als Waldtracht bezeichnet. Entfällt diese Waldtracht, dann ist zum Teil schon ab Mitte Juli die Trachtzeit vorbei und es müssen schon frühzeitig alle Vorbereitungen für den Winter getroffen werden.